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Das JUNG Architektur-Team lädt Mit- & Vordenkende der Branche zum Dialog ein und diskutiert im Podcast aktuelle Fragen zu Architektur, Bautechnik und Baupraxis. Hören Sie hier jederzeit, von jedem Ort und so oft Sie mögen in die einzelnen Folgen rein.
 

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Thorsten Kock

Kulturbauten machen die Seele der Stadt aus. Gerade in Zeiten der Pandemie, in der die Häuser in eine Zwangspause geschickt wurden, merken wir erst, wie sehr wir die Orte der Begegnung vermissen. Deshalb braucht es gerade in Zeiten virtueller Räume und zunehmend digitaler Lebenswelten identitätsstiftender, zeichenhafter Kulturdenkmäler und deren besonderer Atmosphäre. Dies können Bauten sein, die auf den Kontext bezogen agieren, indem sie einen Impuls setzen, oder reagieren, indem sie sich behutsam aus der bestehenden Stadtstruktur heraus entwickeln. Es geht um das Weiterbauen des Bestands, aber auch der Wertschätzung einer Denkmalkultur.
Warum es öffentlich zugängliche, mit Leben gefüllte Orte in der Stadt weiterhin geben muss, darüber sprechen wir heute mit Thorsten Kock in unserem Podcast.
 



Peter Pichler

The tourism industry thrives on the power of eternal reinvention. The Alpine region is a good example for this. Since some time, we observe that architecture can be a fundamental part of a hotel's formula for success. On both sides of the Alps, an awareness of building culture has emerged - referring to architectural projects of high quality with a strong focus on regional identity and context. After all, how do you combine tradition with future for an authentic experience? Which recipes and strategies do you have to use in order to visually and structurally change from one generation to the next or to make a new start? How do deceleration and sustainability matter as marketing factors? And what opportunities result from the current pandemic situation for the architecture of hospitality and touristic facilities? We talk about all these questions with Peter Pichler of Peter Pichler Architecture.
 



Domenik Schleicher & Michael Ragaller

Alvar Aalto, Othmar Barth, Peter Celsing, Sverre Fehn, Clemens Holzmeister, Sigurd Lewerentz – eine illustre Runde hat sich hier versammelt. Nicht im realen Leben, sondern als Namensgeber für die Rechner der Mitarbeiter von Domenik Schleicher und Michael Ragaller vom Stuttgarter Büro Schleicher Ragaller Architekten. Diese Auswahl ist kein Zufall, mehr ein Bekenntnis. Es geht den Architekten um die Auseinandersetzung mit dem Bestand. Die Kenntnis der Geschichte ihrer Profession, das Wissen um Vorbilder und das Studium ihrer Werke prägt das Schaffen des 2008 gegründeten Büros. Man kann Schleicher Ragaller als klassisches Architekturbüro bezeichnen. Es gibt keine Spezialisierung auf Typologien, Formen oder Materialien – vom Wohnhaus bis zum Sakralbau fächert sich das Portfolio auf. Luigi Snozzi wird zitiert: „Baust Du einen Weg, ein Haus, ein Quartier, dann denke an die Stadt!“
Wie man Respekt vor der Aufgabe und Gelassenheit miteinander verbindet, darüber sprechen wir heute mit Domenik Schleicher und Michael Ragaller in unserem Podcast.
 



Shirin Brückner

„Der Input fehlt!“ bringt die Architektin Shirin Brückner die aktuelle Situation der Kreativszene auf den Punkt. Wie wahr - in Zeiten geschlossener Museen und Kultureinrichtungen schöpfen wir unsere Inspiration aus Erinnerungsstücken und Erlebnissen aus der Zeit vor der Pandemie. Dieser Fundus ermöglicht eine solide Basis, aber die Überraschung, das unerwartete Momentum eines Augenblicks zufälliger Begegnungen fehlt. Auch digitale Welten können das Fehlen des physischen Erlebnisses nur zum Teil kompensieren. Daher stellt sich die berechtigte Frage, wie die Szenografie sich in der Post-Pandemiezeit neu erfinden kann und wie neue Formate und digitale Tools das Repertoire abseits der bekannten Wege bereichern können. Über Ausstellungserlebnisse, die zur Inszenierung lediglich das Putzlicht benötigen, bis zur Gretchenfrage, ob das eigene Businessmodell überhaupt noch eine Zukunft hat, darüber sprechen wir heute mit Shirin Brückner in unserem Podcast.
 



Prof. Xaver Egger

Seed bombs werden benutzt, um brach liegende Flächen nach Guerillataktik zu verschönern. Schon nach dem ersten Regenschauer beginnt es zu keimen und zu sprießen. Die Strategie, Architektur als informeller Auslöser einer Veränderung zu nutzen, spielt sich in anderen Zeiträumen ab, doch die Zielsetzung ist die gleiche.
„Menschen prägen Räume. Räume prägen Menschen.“ Daher ist die Frage, wie wir heute und in Zukunft leben und arbeiten wollen, von hoher Relevanz. Der Bogen spannt sich von den demografischen Fragen, gesellschaftlichen Themen und politischen Debatten unserer Zeit, dem Altern der Gesellschaft bis hin zur konkreten Entwicklung und Gestaltung von Projekten einschließlich ökonomischer und strategischer Betrachtungen. Warum tun wir uns so schwer auf Veränderungen des Bedarfs zu reagieren, tradierte Vorstellungen fortzuschreiben? Und welche Rolle spielt die Architektur hierbei? Über die Frage wohin die seed bombs in der heutigen Zeit zuerst geworfen werden müssen, darüber sprechen wir heute mit Prof. Xaver Egger von sehw architektur in unserem Podcast.
 



Christian Olaf Schmidt

„Architektur ist eine dienende Kunst“. Kunst ja, im Sinne der Baukunst, mit einem Anspruch auf Anmut und Schönheit, Stabilität und Nützlichkeit, aber dienend? In einer Zeit, wo der Wettlauf der Städte um ikonografische Gebäude ein Dauerfeuer an Reizen auslöst, ist Aufmerksamkeit die falsche Antwort. Denn Architektur umgibt uns fast überall und steht dauerhaft da. Da muss das Selbstverständnis eines Gebäudes, die Antwort auf den Ort schlüssig sein. Angemessen, ohne zu großes Ego, so können „Programmierfehler“ im Stadtraum korrigiert werden. Unser heutiger Gast ist Christian Olaf Schmidt von Schmidtploecker Architekten. 2010 wurde das Architekturbüro von Christian Olaf Schmidt und Markus Ploecker gegründet. Aktuell arbeiten 40 Mitarbeitern an vielfältigen Projekten aller Typologien. Mit seinem Motto „mit beiden Beinen fest auf dem Boden, mit dem Kopf über den Wolken!“ ist Christian heute der perfekte Gesprächspartner für die Frage: „Wie bekommen wir wieder mehr Gelassenheit und Selbstverständnis in die Architektur?"
 



Claudia Meixner & Florian Schlüter

Die Arbeiten des Büros Meixner Schlüter Wendt sind vieles, aber nicht in die klassischen Schubladen zu stecken. Man findet auf der Website als Assoziationsobjekt das abstrakte Futteral eines Stichsägenkoffers und vielfältige skulpturale Überformungen von Wohnhäusern inmitten einer gewachsenen Villenbebauung. Viele Arbeiten sind geprägt von einem besonderen Umgang mit dem kulturellen Erbe, wie beim spektakulären Transformationsprojekt der Dornbuschkirche in Frankfurt, wo das Abwesende als Abdruck in neuen baulichen Elementen weiterlebt. Aber auch jüngere Objekte wie die Neuinterpretation des Wohnhochhaus – zum Beispiel der für Frankfurts Silhouette prägende Henninger Turm oder der jüngste gewonnene Wettbewerb für das zu entwickelnde Gebiet um das ehemalige Polizeipräsidium mit vielfältigen Nutzungen – zeigen, wie gesellschaftlich relevante Themen aufgenommen und weitergedacht werden. Über die Frage mit welchen Strategien man die Ambivalenz aus den realen Vorgaben der Aufgabenstellung und den gefundenen Spuren in ein erfolgreiches Projekt überführt, darüber sprechen wir heute mit Claudia Meixner und Florian Schlüter von MEIXNER SCHLÜTER WENDT in unserem Podcast.

Das Büro MEIXNER SCHLÜTER WENDT wurde 1997 von den Partnern Claudia Meixner, Florian Schlüter und Martin Wendt in Frankfurt am Main gegründet. Das Team besteht aktuell aus rund 40 Architektinnen und Architekten, die je nach Aufgabenstellung von einem breiten Netzwerk aus Spezialisten und Fachplanern unterstützt werden.
 



David-Ruben Thies

Die Waldkliniken Eisenberg im Thüringer Wald sind seit der Gründung in den 1940er Jahren ein Standort für hochklassige Orthopädie. Da das bestehende Bettenhaus sanierungsbedürftig war, wurde 2012 mit der Planung für ein neues Bettenhaus begonnen. Aus Kostengründen entschied man sich anstelle einer Teil-Sanierung für einen Neubau. Kein geringerer als der italienische Architekt Matteo Thun, der für seine ganzheitlich gedachten Hotelkonzepte bekannt ist, wurde mit der Aufgabe betraut. Gemeinsam mit HDR Architekten entstand ab 2016 der Neubau des Bettenhauses. Am 10. September wurde das Bettenhaus vom Thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow eingeweiht, seit dem 31. Oktober beleben die ersten „Gäste“ das Haus. Über dieses Leuchtturmprojekt sprechen wir heute im Podcast mit David-Ruben Thies, der als Impulsgeber außergewöhnliche Projekt initiiert hat.
 



Bjørn Polzin

Die Gesellschaft befindet sich im Wandel. Die digitale Revolution wird unsere Arbeits- und Lebensweisen stärker verändern, als es die Auswirkungen der industriellen Revolution im 18. und 19. Jahrhundert getan haben. Die Pandemie ist nicht der Auslöser, aber beschleunigt durchaus, was schon längst im Gange ist. Unternehmen akzeptieren, dass Homeoffice und Videokonferenzen die Produktivität bei Bürotätigkeiten nicht beeinträchtigen. Das hat direkte Auswirkung auf die zukünftigen Arbeitswelten, aber auch was den Flächenbedarf in Büroimmobilien angeht. Nach einer aktuellen Studie von JLL für das 3. Quartal 2020 steigen die Leerstände nur gering an, auch die Büromieten sinken nicht wie erhofft. Aber Neubaupläne stehen auf dem Prüfstand, um dem Wandel der Nutzeranforderungen und des Nutzerverhalten Rechnung tragen zu können. Über die Frage wie Architekten auf den Wandel in der Arbeitskultur reagieren können, darüber sprechen wir heute mit Bjørn Polzin von sop architekten in unserem Podcast.

slapa oberholz pszczulny | sop architekten entwickelt Bauwerke in den Bereichen Büro-, Gewerbe-, Hotel-, Industrie- und Wohnungsbau sowie Flughäfen, Sportstätten oder Einrichtungen für Lehre und Forschung. Das international tätige Büro mit rund 90 Mitarbeitern hat seinen Sitz in Düsseldorf.
 



Chris van Dujin

OMA - Office for Metropolitan Architecture - is one of the world's most exciting offices in the field of architecture and urban planning. The journey is the reward, perceiving architecture as a never-ending process of constantly changing conditions and perspectives. Opposites determine the partly sculptural character of buildings. They can not only be found on the facades but also in its interior structures and processes. And because of exactly these contrasts they have an effect on the surrounding. With the AMO think tank, moreover, the usual boundaries of architecture are abandoned. AMO is the research, branding and publication studio of the architectural practice. It is conceived as the mirror image of OMA, operating as a think tank within and independently of the firm. Architecture is therefore considered a lot further, free from conventions and exploring new possibilities.
In today's podcast episode we take a look behind the scenes and talk about “Transformation - on different scales” with our guest Chris van Duijn from OMA.
 




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