Zurück JUNG Talk – Die Podcast-Audiothek

Das JUNG Architektur-Team lädt Mit- & Vordenkende der Branche zum Dialog ein und diskutiert im Podcast aktuelle Fragen zu Architektur, Bautechnik und Baupraxis. Hören Sie hier jederzeit, von jedem Ort und so oft Sie mögen in die einzelnen Folgen rein.
 

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Gustav Düsing

„Ein Haus, wie man es so noch nicht gesehen hat“, „Zirkulär am Puls der Zeit“, „Leichter geht es nicht“ oder „Klimabewusste Wandelbarkeit“. So lauten die Schlagzeilen über das Studierendenhaus der TU Braunschweig, mit dem Gustav Düsing und sein Kollege Max Hacke den Deutschen Architekturpreis 2023 sowie ganz aktuell den DAM Preis 2024 abgeräumt haben. Der neue Studienpavillon ist ein nach dem Prinzip des "Design for Disassembly" konstruiertes offenes Raumkonzept mit einem hohen Grad an Flexibilität, was den Pavillon flüchtig und damit reaktionsfähig macht, was seine dauerhafte Relevanz als neu entstehende Campustypologie gewährleistet. Gustav Düsing arbeitet im Spannungsfeld zwischen architektonischer Produktion und künstlerischer Rauminstallation. Dabei erforscht, experimentiert und bastelt er ständig mit Raum, Material und Struktur, um neue Wege zu finden, wie die Architektur auf unsere aktuellen ökologischen und gesellschaftspolitischen Herausforderungen reagieren kann. Wenn das kein Grund ist, dass wir heute in unserem Podcast mit Gustav Düsing sprechen. Über weniger ist mehr, oder die Frage, wie viel Architektur wir wirklich brauchen?
 



Carsten Wiewiorra

Carsten Wiewiorra ist ein Wandler zwischen den Welten. An der Detmolder Schule für Gestaltung – ein Fachgebiet der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe – vermittelt er der nächsten Generation Architekt/innen und Innenarchitekt/innen die Grundlagen ihres künftigen Schaffens im Lehrgebiet Ausbaukonstruktion und Werkstoffe. Parallel dazu realisiert er seit über 25 Jahren eigene Projekte an der Schnittstelle von individueller Architektur, maßgefertigtem Innenausbau, nachhaltigen Möbelunikaten, Objekten und Experimenten. Und als ob das nicht schon genug Zeit und Ressourcen binden würde, ist er seit Ende letzten Jahres der neue Präsident des bdia bund deutscher innenarchitektinnen und innenarchitekten, eine Vereinigung freiberuflich tätiger und angestellter Innenarchitekt/innen in Deutschland. Höchste Zeit, dass wir heute in unserem Podcast mit Carsten Wiewiorra über seine Pläne für die Lehre und den Berufsstand sowie die Schnittstellen zwischen den Welten sprechen.
 



Florian Kaiser & Guobin Shen

Architekten versuchen meist, »fertige« Häuser, mithin in sich schlüssige Baukunstwerke für die Ewigkeit zu erschaffen. Aber hält dieser Anspruch der Realität stand? Sollte das überhaupt der Anspruch sein? Schließlich kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich das Bauwerk nach Fertigstellung verändert. Inspiriert durch Referenzen aus der Baugeschichte, der Kunst und der Anthropologie, hat das 2017 gegründete Atelier Kaiser Shen zu Beginn der Büropraxis verschiedene Thesen entwickelt und mit den eigenen Konzepten und Projekten gespiegelt. Entstanden ist daraus eine Ausstellung, die 2022 in der architekturgalerie am weißenhof in Stuttgart gezeigt wurde und ein begleitender Katalog. In unserem heutigen Podcast sprechen wir – Dr. Uwe Bresan und Eva Herrmann – mit Florian Kaiser und Guobin Shen darüber, welche Strategien sie mit der Definition der „unfertigen Häuser“ als Räume ohne Eigenschaften verfolgen und was das für das Weiterbauen und Umbauen sowie neue typologische Ansätze bedeutet…
 



Nathanaël Gourdin

Am Empfang hat es sich noch so einfach angehört – und nun? Steht man trotzdem im falschen Stockwerk, vor dem falschen Tresen, mit dem falschen Zettel in der nicht zuständigen Sachabteilung. Hier hat es wohl gefehlt, ein intuitiv leitendes Orientierungssystem. Natürlich muss eine gute Signaletik viel mehr können als den Weg auszuschildern. Eingebettet in die bestehende Architektur gibt ein gutes Leitsystem Orientierung, auch an komplexen Orten. Es wertet Gebäude auf und baut Barrieren ab. Es führt digital und analog, gibt Sicherheit, ist flexibel, steigert die Aufenthaltsqualität und führt es zu einer eigenen Identität. Weil es noch viel mehr können muss, begrüßen wir heute in unserem Podcast Nathanaël Gourdin, der mit seinem Studio Gourdin a) den Mensch in den Mittelpunkt stellt und b) Kommunikation im Raum konzipiert. Der Weg dahin ist mehr als spannend: er nennt es von der Sprache zur Orientierung. Wir sind gespannt, was Sie gleich dazu erzählen werden…
 



Katrin Julia Plescher & Arne Keßler

„Upgrade your house“ – der Titel einer Publikation passt treffend auf die Projekte des Kölner Architekturbüros Keßler Plescher. Warum? Weil sie aus Häusern mit wenigen Quadratmetern mit kreativen Visionen und geschickten Maßnahmen neue Potenziale für großzügige Räume freisetzen. Weil sie das große Ganze ebenso im Blick haben, wie die Präzision der Detailplanung und die Atmosphäre, Haptik und handwerkliche Umsetzung dabei den Fokus der Arbeit bilden.
Über die Frage welche Strategien die beiden verfolgen, wo eine Portion Mut dazu gehört und was Farbe damit zu tun hat, darüber sprechen wir heute mit Katrin Julia Plescher und Arne Keßler in unserem Podcast.
 



Tina Kammer

Als Tina Kammer und Andrea Herold im Jahr 2010 InteriorPark gründeten, war ihnen nicht bewusst, wie weit sie ihrer Zeit voraus waren. Ressourcenmangel, Klimakrise und gesellschaftlicher Wandel wurden damals schon in der Fachwelt thematisiert, aber die zunehmende Relevanz war im Mainstream noch nicht angekommen. Architektur und Design gelten durch ihren enormen Ressourcen- und Energieverbrauch als Hauptansatzpunkte nachhaltiger Entwicklungen. Daher sind sämtliche Nachhaltigkeitsaspekte heute kein „nice to have“ mehr, sondern elementar wichtige Aspekte für die interne und externe Wahrnehmung. Sie sind der Überzeugung, dass die Transformation der Wegwerfgesellschaft hin zu einer Kreislaufwirtschaft einen Mehrwert für alle generiert und eine zukunftsfähige und lebenswert gebaute Umwelt ermöglicht. Vor allem aber setzen sie sich für eine neue Denkkultur in der Architektur ein.
“Now is the time to be an innovator” – über diese Steilvorlage sprechen wir heute mit Tina Kammer in unserem Podcast.
 



Verena Konrad

Das vai Vorarlberger Architektur Institut ist Schnittstelle im Feld der Baukultur. Als Plattform zum Vernetzen zwischen allen Akteuren aus Handwerk, Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst, Kultur, Politik und Gesellschaft, zur Weiterbildung und als Impulsgeberin für Groß und Klein. Die Bandbreite der Themen ist groß, denn als Spiegelbild gesamtgesellschaftlicher und kultureller Prozesse denkt das vai die uns umgebenden Einflüsse und Wirkungen weiter und bringt die Debatte um Architektur und Baukultur zu den Menschen. Seit 2013 leitet die Kunsthistorikerin Verena Konrad als Direktorin und kaufmännische Geschäftsführerin das vai Vorarlberger Architektur Institut. Seitdem ist viel passiert, denn das vai greift stets die „Hot items“ auf und heftet sich die Wahrhaftigkeit der Architektur an die Fersen…
Was der Zeitgeist gerade braucht und warum ihr Motto „lieber lebendig als langweilig“ ist, darüber sprechen wir heute mit Verena Konrad in unserem Podcast.
 



Stephanie Davidson & Georg Rafailidis

Davidson Rafailidis investigates how to create long-lasting meaning in the built environment within a global economy that operates through business plans that focus on the short-term. Davidson Rafailidis investigates this contemporary dilemma through two venues: Firstly, by exploring a stable long lived architecture that is able to connect to people in fundamental, long-lasting and immediate ways independent of short-lived, official programs. A second category of projects pursues this inquiry through unstable architecture that transforms over time. With unstable architecture, Davidson Rafailidis investigates how architecture could respond and adapt to changing demands or simply disappear after its initial use.
Four terms define the basic principles with which they themselves describe their work: "inhabitation, time, expression, material". How these can be linked in both their projects and teaching is what we talk about today with Stephanie and Georg in our podcast.
 



Markus Kaplan

Über BWM Designers & Architects kann man vieles sagen, aber sie ganz sicher nicht in eine Schublade stecken. Das 2004 gegründete und von Erich Bernard, Daniela Walten, Johann Moser, Markus Kaplan und András Klopfer geführte Büro mit seinem rund 70-köpfigen Team steht für eine persönliche Auseinandersetzung und einen gemeinsamen Entwicklungsprozess in den Bereichen Architektur, Interior Design und Kultur sowie Hospitality. Hört sich normal an. Und doch gehen die Ideen und Konzepte die berühmte Extrameile – sei es im Umgang mit dem Bestand bis zum eigenen Betreiberkonzept.
„Es ist unglaublich schön, Räume für Reisende zu kreieren, die der Geschichte der Räume Rechnung tragen und so nahtlos mit der umliegenden Stadt verknüpft sind.“ Markus Kaplan ist Gastgeber aus Leidenschaft. Wofür er darüber hinaus noch brennt, darüber sprechen wir heute mit ihm in unserem Podcast.
 


Alexander Bonte

In der sich stetig wandelnden Welt stehen wir immer wieder vor Dilemmata. Politische Konflikte und Spannungen, wirtschaftliche Unsicherheiten, soziale Ungleichheit oder die Klimakrise. Aber Krisen können als Katalysatoren für Veränderungen wirken, indem sie alte Gewohnheiten, Systeme und Denkweisen in Frage stellen. Gerade in der Baubranche können wir unsere Werte und Prioritäten neu ausrichten, ineffiziente Strukturen überdenken und innovative Lösungsansätze entwickeln. Kann eine Katharsis, diese Phase der Reinigung und Erneuerung, zu einer gestärkten Resilienz führen und den Weg zu einem positiven Wandel ebnen? Können wir gestärkt wieder aus dieser Phase herauskommen?
Einer, der dazu Gedanken und Ideen hat, ist Alexander Bonte von Max Dudler. Wir freuen uns, ihn heute in unserem Podcast zu Gast zu haben.
 




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