Das JUNG Architektur-Team lädt Mit- & Vordenkende der Branche
zum Dialog ein und diskutiert im Podcast aktuelle Fragen zu
Architektur, Bautechnik und Baupraxis. Hören Sie hier jederzeit,
von jedem Ort und so oft Sie mögen in die einzelnen Folgen
rein.
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Riklef Rambow
Alle zwei Jahre pilgern Scharen von Architekturschaffenden zur
Architekturbiennale nach Venedig. Die Show bringt sie alle
zusammen, um innovative Ideen und Entwicklungen in der Architektur
zu präsentieren und zu diskutieren. Mindestens genauso wichtig wie
die fachliche Auseinandersetzung ist der Austausch mit den Laien,
der Gesellschaft. Architektonische Inhalte so aufzubereiten, dass
Laien sich angesprochen fühlen und die Inhalte auch verstehen,
bleibt eine sehr anspruchsvolle Aufgabe. Wo wir bei der Wahrnehmung
und Vermittlung von Architektur wären. „Ohne Kommunikation keine
Architektur“ sagt unser heutiger Podcast-Gast Prof. Dr. Riklef
Rambow von der Professur Architekturkommunikation (a*komm) vom
Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Aber spricht das Gebaute
nicht für sich? Ist Architektur nicht einfach sinnlich/räumlich
erfahrbar? Muss Architektur erklärt werden, um Gehör zu finden? Und
was ist der richtige Weg zwischen der Theorie und der Praxis, oder
noch pointierter: zwischen dem Elfenbeinturm der Wissenschaft und
dem eigenen Bauchgefühl? Wir freuen uns auf das heutige Gespräch
mit Prof. Dr. Riklef Rambow in unserem Podcast.


Tom Lechner
Seit über 20 Jahren entwickelt der Architekt Tom Lechner mit seinem
Team ein vorwärts gerichtetes Bauen mit den lokal gegebenen und
sorgsam weiterentwickelten Mitteln. Seine Architektur ist rau,
ungeschönt, taktil, großzügig, geradeaus. Nicht das Wording, was
man normalerweise aus der Architekturkritik kennt. Otto Kapfinger
präzisiert „Es ist ein Bauen ohne applizierte Romantik oder
individualistische Attitüde; primär ist nicht das Objekt, primär
sind das Raumangebot und die Erlebnisqualitäten nach innen wie in
die Landschaft hinaus, die der Bau aus sich heraus den NutzerInnen
bietet. Es lässt sich von diesem Oeuvre nichts Spektakuläres
vermelden: Es ist schlicht modernes Bauen in den Alpen, ohne
Romantik, ohne Utopismus, mit heutigen Mitteln und Ansprüchen,
ökologisch bewusst, präzise für den Ort gemacht und zugleich mit
viel Allgemeingültigkeit; bodenständig und weltoffen – nicht mehr,
aber auch nicht weniger!“
Wir sind genauso neugierig wie unsere Zuhörer und freuen uns auf die Zeit mit Tom Lechner in unserem Podcast.
Wir sind genauso neugierig wie unsere Zuhörer und freuen uns auf die Zeit mit Tom Lechner in unserem Podcast.


Astrid Wuttke
Die vorhandene Bausubstanz und deren Weiterentwicklung gewinnen
zunehmend an Bedeutung – als kulturelles Erbe und in Bezug auf die
Aspekte der Nachhaltigkeit. Doch Weiterbauen bedeutet weit mehr als
Bestandserhalt: Gebautem mit Respekt und Mut zu begegnen,
Potentiale zu erkennen und daraus mit Geschick individuelle,
unverwechselbare und neue, eigenständige Lösungen zu entwickeln,
bei denen vermeintliche Nachteile zu Qualitäten werden – das
zeichnet die Weiterbau-Projekte von schneider + schumacher
aus.
Wie man den Schwerpunkt auf die Transformation bestehender Gebäude und deren Adaption an veränderte Anforderungen im Sinne einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Fortentwicklung denken und umsetzen kann, darüber sprechen wir heute mit Astrid Wuttke in unserem Podcast.
Wie man den Schwerpunkt auf die Transformation bestehender Gebäude und deren Adaption an veränderte Anforderungen im Sinne einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Fortentwicklung denken und umsetzen kann, darüber sprechen wir heute mit Astrid Wuttke in unserem Podcast.


Fritz, Moritz und Philipp Auer
Das Architekturbüro Auer Weber wurde 1980 von Fritz Auer und Carlo
Weber gegründet und heute in der 2. Generation mit derzeit 140
Mitarbeitern an 2 Standorten geführt. Seit seiner Gründung hat sich
die Berufs- und Arbeitswelt immens verändert. Vor der Gründung des
Büros, als Fritz Auer und Carlo Weber noch mit Günter Behnisch und
Frei Otto zusammen das Olympiastadion in München entwarfen, gewann
ein „Strumpfhosenmodell“ den Architekturwettbewerb. Ob es baubar
wäre? Müsste man erst prüfen. Mut und Schönheit waren die Maximen
der Stadtentwicklung. Heute bestimmen rund 3.000 DIN-Normen, x
anerkannte Regeln der Technik und Richtlinien das Bauen. Wo früher
noch mit Unbefangenheit neue Lösungen für individuelle Bauaufgaben
entwickelt werden konnten, zählen heute die Renditeerwartungen und
der CO2-Fußabdruck von Gebäuden. Wie verändert das Streben nach
einer enkelfähigen Zukunft die Denk- und Arbeitsweise eines Büros?
Wie können wir wieder mehr mutige Lösungen nach vorne bringen? Über
diese und noch viel mehr Fragen sprechen wir heute mit Fritz,
Moritz und Philipp Auer in unserem Podcast.


Michele A. Rami & Janka Morela
„La candela“: die Kerze, das Licht, das Feuer. Aber auch: die
Maßeinheit für die Lichtstärke, also den auf den Raumwinkel
bezogenen Lichtstrom. Und nicht zuletzt: der Name des Stuttgarter
Büros candela, das sich auf Lichtdesign spezialisiert hat. Der
Interpretationsspielraum des Wortes zeigt auch die Bandbreite der
Themen: von der Entwicklung ganzheitlicher Lichtideen und
Lichtkonzepte über die technisch und logistisch präzise Umsetzung
bis hin zur Entwicklung eigener Lichtobjekte. Über allem steht die
Faszination für Licht (und Schatten). Und der Anspruch, bei der
Formulierung einer Lichtidee das Besondere, den Genius Loci eines
Ortes zu spüren und in Worte zu fassen.
„Gute Dinge kann man nicht erklären, man spürt sie“, unter diesem Leitmotiv entwirft und gestaltet das Team von candela. Wie das in der Realität funktioniert, darüber sprechen wir heute in unserem Podcast mit Michele A. Rami und Janka Morela von candela.
„Gute Dinge kann man nicht erklären, man spürt sie“, unter diesem Leitmotiv entwirft und gestaltet das Team von candela. Wie das in der Realität funktioniert, darüber sprechen wir heute in unserem Podcast mit Michele A. Rami und Janka Morela von candela.


Merle Zadeh
90 Prozent unserer Zeit verbringen wir in gebauter und damit
gestalteter Umwelt. Von Winston Churchill stammt dazu ein schönes
Zitat: „We shape our buildings, and afterwards our buildings shape
us". Andere Protagonisten sehen sich als Regisseure, die an der
Schnittstelle zwischen Raum und Mensch das Kuratieren der
räumlichen Möglichkeiten übernehmen. Und wieder andere
interessieren sich in erster Linie für den Mensch. Wie er sich
fühlt, was er braucht und vor allem was die Interaktion der
Menschen untereinander fördert. Wie die Architektin Merle Zadeh,
die mit ihrem studio zadeh Räume schafft, die für Menschen optimale
Verhältnisse bieten, sich darin zu bewegen. Das scheint zunächst
ein Selbstläufer zu sein, ist es aber im architektonischen Alltag
tatsächlich nicht. Man denke nur an all die anderen Faktoren, die
zu berücksichtigen sind und die eine enorme Wichtigkeit für sich
beanspruchen, seien es die Kosten oder andere Zwänge durch
DIN-Vorschriften usw. Was ihre Antwort auf dieses Dilemma ist,
erzählt Merle Zadeh uns heute in unserem Podcast.


Christian Taufenbach
Was haben die Erfindung der Druckerpresse, Penicilin, der
Verbrennermotor, der Personal Computer oder das Iphone gemein? Sie
alle sind Sprunginnovationen, also Innovationen, die unser Leben
nachhaltig zum Besseren verändert haben. Oder um aus der
Beschreibung der bundeseigenen Sprunginnovationsagentur SPRIN-D zu
zitieren: „Sie kann einen komplett neuen Markt erschaffen, einen
existierenden Markt so grundlegend verändern, dass ein völlig neues
Ökosystem entsteht, oder aber ein massives technologisches,
soziales oder ökologisches Problem lösen.“ Noch Fragen? Jede Menge.
Der Architekt Christian Taufenbach von Element A hat auch schon
einige Ideen, wie wir wieder zu echten Innovationen kommen können.
Und wie in Verbindung von Innovationsförderung auch eine
gesellschaftliche Problemlösung gelingen kann. Wo wir mutiger sein
und über den Tellerrand rausschauen müssen, darüber sprechen wir
heute mit Christian Taufenbach in unserem Podcast.


Nanni Grau & Frank Schönert
„Friede den Hütten! Krieg den Palästen!“ dieser Ausspruch von Georg
Büchner in seiner Flugschrift „Der Hessische Landbote“ von 1834,
der die damals gebeutelte Landbevölkerung zum Umsturz aufruft,
lässt sich eins zu eins nicht mehr auf die globalisierte
Gesellschaft übertragen. Die Idee dahinter, den Status quo aktiv zu
hinterfragen und selber aktiv zu werden, jedoch sehr wohl. Genau
das machen Nanni Grau und Frank Schönert vom Berliner
Architekturbüro Hütten & Paläste mit jedem ihrer Projekte. Sie
forschen und arbeiten an anpassungsfähigen Strukturen und Modulen
in Form von experimentellen Architekturen für urbane Wohn- und
Lebensformen, die auf ökonomische, zeitliche und Veränderungen der
Nutzeransprüche reagieren.
Welche Rolle dabei kooperative Organisationsformen, alternative Finanzierungsmodelle und die Mitbestimmung der Nutzer spielen und was das für die Architektur bedeutet, darüber sprechen wir heute mit Nanni Grau und Frank Schönert in unserem Podcast.
Welche Rolle dabei kooperative Organisationsformen, alternative Finanzierungsmodelle und die Mitbestimmung der Nutzer spielen und was das für die Architektur bedeutet, darüber sprechen wir heute mit Nanni Grau und Frank Schönert in unserem Podcast.


Dr.-Ing. Stefanie Weidner
Wir leben in außergewöhnlichen Zeiten. Die Welt verändert sich
schneller als je zuvor. Unsere Lebensgrundlage wird zunehmend von
großen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Trends wie
Bevölkerungswachstum, Klimawandel, Ressourcenknappheit,
technologischem Fortschritt und sozialen Ungleichheiten etc.
beeinflusst. Besonders im Bausektor sind die großen Hebel zu
finden. Dazu brauchen wir Nachhaltigkeitsstrategien, die die
aktuellen und die künftigen Herausforderungen adressieren. Damit
wir für mehr Menschen emissionsfrei und mit weniger Material bauen
können. Denn das ist das Ziel von Dr.-Ing. Stefanie Weidner: Eine
gebaute Umwelt, die atemberaubend schön ist und die gleichzeitig
den Interessen kommender Generationen gerecht wird.
Welche Rolle ein „Director Sustainability Strategies“ bei Werner Sobek AG zu erfüllen hat und welchen Wert die hauseigene Denkfabrik hat, darüber sprechen wir heute mit der Architektin Stefanie Weidner in unserem Podcast.
Welche Rolle ein „Director Sustainability Strategies“ bei Werner Sobek AG zu erfüllen hat und welchen Wert die hauseigene Denkfabrik hat, darüber sprechen wir heute mit der Architektin Stefanie Weidner in unserem Podcast.

Prof. Jörn Walter
Pandemie, Krieg, Klimakrise – die neue Normalität stellt viele
Selbstverständlichkeiten des städtischen Lebens infrage. Aber sie
bietet auch die Chance darüber nachzudenken, mit welchen
Stellschrauben und konkreten Handlungen man die Stadtentwicklung
nachhaltiger gestalten kann. Stichwort Energie-, Mobilitäts-, Bau-,
Ressourcenwende – die Transformation findet derzeit auf allen
Ebenen statt. Um die Nachhaltigkeitsziele aus dem Pariser
Klimaschutzabkommen zu erreichen, müssen nicht nur die neuen
Strukturen an das Klima angepasst, sondern auch der Bestand
weiterentwickelt werden. Doch wie baut man eine lebenswerte Stadt?
Wie sieht eine nachhaltige, ressourcenschonende, soziale
Gesellschaft unter Einbindung der Bürger aus? Welchen Visionen muss
eine nachhaltige Stadtentwicklung heute folgen?
Unser heutiger Gast hat Erfahrung darin Visionen in die Realität zu übersetzen. Zuerst als Oberbaudirektor in Dresden, von 1999 bis 2017 in Hamburg. Herzlich Willkommen Jörn Walter.
Unser heutiger Gast hat Erfahrung darin Visionen in die Realität zu übersetzen. Zuerst als Oberbaudirektor in Dresden, von 1999 bis 2017 in Hamburg. Herzlich Willkommen Jörn Walter.

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